Das Lehndorfer Wappen als Symbol der Stadtgeschichte

 

Lehndorfer Wappen

Selbstverständnis und historische Bezüge eines Stadtteils lassen sich auch in seinem Wappen ausdrücken. Viele Neuentwicklungen der siebziger Jahre, gerade im Braunschweiger Raum, sind Beleg dafür. So engagierte sich auch die Arbeitsgemeinschaft Lehndorfer Vereine für ein Ortsteil-Wappen, das von dem bekannten Braunschweiger Heraldiker Dr. Arnold Rabbow entworfen und 1982 in einer Sitzung des Vereins einhellig angenommen wurde (nachdem es schon 1980 vom Stadtarchiv positiv begutachtet und gebilligt worden war).

Das Wappen zeigt in grünem Feld ein silbernes/weißes Fußspitzkreuz mit nach außen hin verbreiterten Armen, das von vier auswärts gekehrten Blättern gleicher Farbe bewinkelt wird. Blätter und grüner Hintergrund stehen für Lehndorf als "Stadtteil im Grünen" mit seiner so erfreulich reichhaltigen Vegetation und den (das Kanzlerfeld anbindenden) "Hölzern". Bekanntermaßen wurde die "Siedlung" unter diesen Gesichtspunkten konzipiert.

Das Kreuz, als das zentrale Symbol, weist auf die Geschichte Lehndorfs hin - mit der Kreuzkirche als wichtigem Kristallisationspunkt des alten Dorfes. Die heutige Pfarrkirche wird schon 1353 urkundlich erwähnt. Mit ihr wurde 1532 die des Kreuzklosters vereinigt, das seit 1245/49 u. a. als größter Grundherr per Patronat mit Lehndorf in engster Verbindung stand. Das Kreuz ist insofern nicht als kirchliches sondern als historisches Symbol aufzufassen.

Die besondere, nach unten hin zugespitzte Form des Kreuzes zeigt die neuere Stadtteilgeschichte an: Das Symbol des Fußspitzkreuzes kommt nämlich im saarländischen Wappen vor und deutet in der Lehndorfer Gestaltung die Gründungsbeziehung der dreißiger Jahre zu diesem (heutigen) Bundesland an, die in den Straßen- und Platznamen wiedergegeben ist.

Seit 1982 wird nun das Stadtteilwappen als Signet für vielerlei Veröffentlichungen eingesetzt; und mehrfach ist es von Vereinen der Arbeitsgemeinschaft in Festumzügen oder bei Jubiläumsveranstaltungen (Volkslauf des LTSV in 1983) herausgestellt worden.

Quellen: Schr. Dr. A. Rabbow v. 09.06.80, Festschrift 33 (1982) u. Kulturring 5/85

Die Lehndorfer Chronik

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