130 Jahre Ortsfeuerwehr Lehndorf

 

 

 

 

Bericht von Oliver Schlimme  

 

Die Ortsfeuerwehr Lehndorf hat am Sonntag, 12.12.2004 ihr 130-jähriges Bestehen gefeiert. Den Auftakt bildete ein Gottesdienst in der Kreuzkirche, der unter dem Motto „Hilfe für den Nächsten“ stand. Inhaltlich wurde dieser wesentlich von Pastor Peter Schellberg, der die Aufgaben des Notfallseelsorgers für Braunschweig wahrnimmt und selber einmal aktives Mitglied der Feuerwehr war, sowie Mitgliedern aller Altersgruppen innerhalb der Feuerwehr mitgestaltet. „130-Jahre Feuerwehr Lehndorf bedeuten 130 Jahre Hilfe für den Nächsten in Lehndorf. 12 Ortsbrandmeister mit ingesamt 15 Amtsperioden stehen für Kontinuität.“, betonte Pastor Schellberg während seiner Predigt. Er wies darauf hin, dass es den Bürgerinnen und Bürgern deutlich werden müsse, wenn Mitmenschen aus dem Ort ihre Freizeit unentgeltlich zur Verfügung stellen, um anderen schnell und ohne Ansehen ihrer Person zu helfen – und dabei oft Gefahren auf sich nehmen. Das dieses Verhalten leider nicht mehr alltäglich ist, verdeutlichte eine Pantomime, bei der einer Person in Not zuerst nicht geholfen wurde. Im Gegenteil, ihr wurden zunächst erst das Handy und dann die Armbanduhr gestohlen, bis zwei junge Menschen der verletzten Person halfen. „Gerade den jungen Menschen sei sehr gedankt, wenn Sie sich schon sehr früh derartig engagieren.“, führte Pastor Schellberg weiter aus. Die wichtige und uneigenützige Arbeit der Feuerwehren müsse noch viel deutlicher von den Mitmenschen gewürdigt werden. Bei dem anschließenden Weihnachtsbrunch im frisch renovierten Feuerwehrhaus mit 125 Gästen wies der Ortsbrandmeister Wolfgang Rausch darauf hin, dass sich immer weniger Menschen bereitfinden würden, der Feuerwehr unterstützend zur Seite zu stehen, vor allem weil auch die beruflichen Anforderungen immer mehr an Tragweite gewinnen würden.
„Die Feuerwehr Lehndorf ist seit 130 Jahren eine feste Größe in Lehndorf. Und das soll auch die nächsten 130 Jahre so bleiben. Mittlerweile ist aber oft die Grenze der Belastung erreicht.“, führte Wolfgang Rausch am Ende seiner Begrüßungsrede aus, in der er auch den Familien der Feuerwehrmitgliedern für das Verständnis an der Arbeit der Feuerwehrmännern und -frauen dankte. Zahlreiche Grußworte der Gäste, hierunter die Bezirksbürgermeisterin Gisela Retemeyer, der Leiter der Feuerwehr Ltd. Branddirektor Hans-Joachim Gressmann, der Löschbezirksleiter und stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Dietrich sowie Vertreter der Lehndorfer Vereine und der Arbeitsgemeinschaft, bestätigten die Aussagen des Ortsbrandmeisters Wolfgang Rausch. Im Rahmen der Veranstaltung ernannte er Rebecca Piltz zur Feuerwehrfrau und Ullrich-Onne Rausch sowie Thomas Frank zu Feuerwehrmännern. Mit einem gemütliche Kaffeetrinken, einigen Weihnachtsliedern sowie der traditionellen Tombola klang dieser festliche Tag aus.

 

 

 

 

 

       

  

 

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